Ziele, Hilfe & Angebote Literatur und Links Kontakt & Impressum Startseite

Kalender

Die Krankheit
 

 
 
 
 
 

 
 
 

Zu viele Botenstoffehormone (Botenstoffe) sind körpereigene Wirkstoffe, die andere Organe beeinflussen und sie im funktionellen Gleichgewicht halten.
Insulin z.B. wird in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert den Blutzuckerspiegel. Wird nicht genügend Insulin gebildet, entsteht die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die daraus entstehenden körperlichen Beschwerden, z.B. viel Durst, Müdigkeit werden durch Diät oder Zufuhr von Insulin von außen bekämpft. Bei Unterzuckerung kann es zu Verwirrtheit kommen. Der Patient ähnelt einem Betrunkenen.
>
mehr


VER(W)IRRUNGEN und TRUGSCHLÜSSE

Manchmal kann die Beschäftigung mit dem Verrückten ganz spannend sein. Neulich begegnete mir in einer Broschüre zur Erklärung der Schizophrenie folgende Botschaft:

„Wissenschaftler gehen davon aus, dass schizophrene Symptome eng mit den Botenstoffen im Gehirn zusammenhängen. Insbesondere Dopamin und Serotonin scheinen dabei eine große Rolle zu spielen. Am Beispiel des Hörens kann das wie folgt verdeutlicht werden.

 

Töne gelangen als Schallwellen ins Ohr. Von dort werden sie als elektrische Signale über Nervenbahnen ins Gehirn geleitet. In der Großhirnrinde liegt das Hörzentrum, wo das Gehörte aufgenommen und verstanden wird. Die elektrischen Impulse werden nacheinander über mehrere Nerven weitergeleitet, die miteinander über Schaltstellen, so genannte Synapsen, erbunden sind.> mehr


SINN, SINNIG, WAHNSINNIG

Als mein Angehöriger zum ersten Mal offensichtlich akut krank wurde, war ich "wahnsinnig" überfordert. Was nun, wer hilft, wie geht es weiter, was mache ich jetzt, was sage ich, warum, wieso, weshalb...

Ein freundlicher Polizeibeamter am Telefon gab mir die Telefonnummer der Rheinischen Landesklinik. Mitten in der Nacht hörte mir eine Krankenschwester zu, Freunde hörten mich an und unterstützten mich.
Trotzdem ging es mir nicht gut, und ich fühlte mich hilflos. Ab in die Bibliothek - vergeblich suchte ich nach brauchbaren Infos über die psychische Erkrankung. Was ich fand: Infomaterial des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ). Eine kompetente Sozialarbeiterin war die erste Stütze. Sie empfahl das Buch: Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis von Josef Bäuml, und sie erzählte vom Angehörigenverein.
Da marschierte ich dann schnurstracks zum Monatstreffen und fühlte mich aufgehoben. Hier traf ich auf Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten und sich gegenseitig stützten. Natürlich ist auch in unserem Verein nicht alles optimal, manchmal geht es auch bei uns "wahnsinnig" chaotisch zu.
Auch unseren Treffen fehlt manchmal die Struktur, wir unterhalten uns dann halt und reden durcheinander - wie bei einem Familientreffen. Ich gehöre jetzt seit vielen Jahren dazu.
  


Diese Menschen brauchen

nicht unsere Sensationslust, nicht unseren Spott, nicht unsere Angst vor dem Verrückten, sondern unsere Hilfe, Verständnis und Anerkennung, dass es solche Phänomene gibt und dass es normal ist, so verschieden zu sein.
Diese Menschen verursachen ihre Krankheit nicht dadurch, dass sie bestimmte Stoffe zuführen, sondern ihr Körper produziert gewisse Hormone in der falschen Menge. Es kommt zu  Wahnvorstellungen und Halluzinationen. 
Wodurch die Krankheit entsteht, weiß man bis heute nicht.
Die Selbsthilfegruppe bietet Rat und Unterstützung beim Umgang mit psychisch kranken Menschen. Wir versuchen gemeinsam, unsere Probleme zu lösen. Wir erfahren Entlastung für uns selbst und unsere kranken Angehörigen.
  

 
  Seitenanfang